Trauer

"Meine Zeit steht in Gottes Händen"

Angebote für Trauernde in der Petrusgemeinde

Pfarrerin Baltes nimmt sich gerne Zeit für persönliche Gespräche mit Ihnen - auch wenn der Verlust schon länger zurück liegt. Melden Sie sich gerne im Pfarramt!

 

In der Gemeinde nehmen wir Anteil, wenn jemand stirbt. Die Glocke der Petruskirche läutet, wenn uns ein Sterbefall gemeldet wird.

Eine christliche Trauerfeier und Beisetzung kann in der Zeit nach einem Sterbefall die Emotionen ausdrücken und Hoffnung geben.

Am Sonntag nach einer Trauerfeier wird noch einmal im Gottesdienst der Verstorbenen gedacht. Wir sprechen den Namen vor Gott aus, entzünden ein Licht und beten für alle, die gerade trauern.

 

Am letzten Sonntag vor dem Advent feiern wir "Ewigkeitssonntag". Dann werden noch einmal alle Namen der in einem Jahr Verstorbenen genannt. Viele Lichter brennen dann vorne in der Kirche, und bringen etwas Licht in diedunkle Jahreszeit. Dann ist Raum für Erinnerungen, Tränen, neue Hoffnung. Ab und zu (ca. 4x im Jahr) ist Pfarrerin Baltes für einen Tag auf dem Friedhof anzutreffen. Dort kann man ganz spontan ins Gespräch kommen, gemeinsam zum Grab gehen, miteinander beten.

 

 

Umgang mit dem Tod

Wenn Angehörige sterben, ist es ein Schock. Manchmal wurde der Eintritt des Todes schon längere oder kürzere Zeit erwartet. Der Schmerz der Trauer kann sehr verschiedene Gesichter haben.

Das Gefühl, dass die Toten noch da sind...

Der Tod eines nahestehenden Menschen ändert nicht nur Lebensgewohnheiten und den Alltag. Die innere Einstellung zum Leben ändert sich meist auch. Die Arbeit, die Tagesprobleme, die Hobbys, der Umgang mit Freunden und Bekannten - vieles, was vorher wichtig war, rückt in die Ferne und wird als wertlos erlebt. Es ist, als würde die Energie davon abgezogen. Immer wieder wandern die Gedanken zurück zu den Verstorbenen und dem Leben mit ihnen.In den ersten Tagen, Wochen und manchmal auch länger, meint man, ihre Stimme zu hören; man hört die Schritte vor der Tür und meint, sie müssten eintreten. Oft hat man das deutliche Gefühl, dass sie unmittelbar neben einem stehen, sitzen oder liegen. Sie werden als noch anwesend erlebt. Man beginnt mit ihnen zu sprechen. Manche Menschen empfangen auch Antworten; sie hören sie oder sie steigen in ihnen auf. In einsamen Stunden, in der Nacht, vor Fotos oder am Grab wird die Gegenwart der Verstorbenen oft besonders intensiv erlebt.Aber man soll die mit dem Tod gesetzte Grenze respektieren. Die Toten sind nicht dazu bestimmt, an der Grenze, in der Nähe der Lebenden zu bleiben. Deshalb sind sie auch nicht dazu da, um etwa für Entscheidungen im Alltag in Anspruch genommen zu werden. Sie haben einen eigenen Weg vor sich, der sie zu dem Ort führen soll, den ihnen Gott bestimmt hat. Das Diesseits liegt hinter ihnen, und es sollte nicht versucht werden, sie festzuhalten. Die Verantwortung für das Diesseits bleibt bei den Lebenden. 

Die Trauer ist ein Weg

Trauer ist kein Zustand, sondern ein Weg. Das, was Trauernde empfinden und erleben, verändert sich auf dem Weg, den sie in der Trauer zurücklegen. Manchmal fängt die Trauer schon an, bevor jemand gestorben ist, etwa wenn jemand schwer krank ist. Die Angehörigen machen sich Sorgen. Auch wenn man vielleicht vor dem Gedanken zurückschreckt, dass diese Krankheit möglicherweise zum Tode führen wird, ist der Abschiedsschmerz im Voraus in der Seele gegenwärtig, und die Tränen sind immer auch Abschiedstränen.Ein anderes Mal kommt der Tod völlig überraschend. Ein Unfall ist geschehen, oder ein plötzlicher Herzstillstand hat einen Menschen von der einen Minute auf die andere aus dem Leben gerissen. Dann ist die erste Trauerreaktion meist der Schock. Oft spüren Menschen in diesen ersten Minuten, Stunden oder Tagen keines der bekannten Trauergefühle. Was ihnen mitgeteilt wird, erscheint ihnen ganz unwirklich und berührt sie gar nicht. Erst allmählich brechen die Gefühle auf. Dann aber kann eine Welt für sie zusammenbrechen, wenn sie begreifen, dass sie einen lieben Menschen ein für alle Mal verloren haben. 

Was tun?

Wenn Angehörige sterben, müssen Trauernde aber auch eine ganze Reihe, zunächst eher äußerlicher Fragen, entscheiden: Soll es eine Urnenbeisetzung oder eine Erdbestattung geben? Welche Urkunden und Unterlagen sind wichtig? Sollen Traueranzeigen verschickt werden, und wie sollen sie aussehen? Was ist wichtig für das Gespräch mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer vor der kirchlichen Bestattung? Wie soll der Grabstein aussehen?

Kontakt

Bitte wenden Sie sich vertrauensvoll an das Pfarramt.

(Quelle: Evangelische Kirche in Baden)

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