Evangelische
Petrusgemeinde
Mannheim Wallstadt

Aktuelle Meldungen

Tag des offenen Denkmals 2018

Kirchen laden am 9. September zum Entdecken ein

Mit einer Radtour und einer Betontour beteiligen sich fünf evangelische Kirchen am diesjährigen „Tag des offenen Denkmals“. Auch zwei katholische und vier weitere evangelische Gotteshäuser sind Teil des Mannheimer Programms.

Am Sonntag, 9. September steht der Tag des offenen Denkmals bundesweit unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet”. Traditionell gehören auch Kirchen in Mannheim zu den zahlreichen Orten, die an diesem Tag besondere Angebote machen. Das diesjährige Motto ist wie für die Kirchen gemacht. Denn sie sind Orte der Begegnung, die Menschen miteinander in Kontakt bringen und verbinden.

Radtour mit Denkmalpflegerin Dr. Ute Fahrbach-Dreher

Kirchen mit neuer Nutzung sind Thema der rund dreistündigen Radtour, zu der Dr. Ute Fahrbach-Dreher vom Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart einlädt. Im Vordergrund stehen denkmalpflegerische Aspekte, die bei der Umnutzung von Kirchen berücksichtigt werden.

Die Tour führt zur Trinitatis-, zur Liebfrauen-, zur Paulus und zur Lutherkirche. Treffpunkt ist um 11 Uhr in G4 vor der Trinitatiskirche, die seit 2017 vom EinTanzHaus als Zentrum für zeitgenössischen Tanz genutzt wird. Nächste Station ist die katholische Liebfrauenkirche (Luisenring 33), die unverändert Pfarrkirche ist und nach Umbauarbeiten 2012 als Jugendkirche SAMUEL eröffnet wurde. Anschließend geht die Tour weiter zur 2005 in der Pauluskirche eröffneten evangelischen Jugendkirche in Mannheim-Waldhof, in der seit 2008 die Mannheimer KinderVesperkirche stattfindet. Zum Abschluss, ca. um 13.15 Uhr, trifft die Rad-Gruppe in der Lutherkirche (Lutherstr. 2-4) in der Neckarstadt-West ein. Dank einer großzügigen Spende konnte sie 2010 nach umfangreichen Innenumbauten als Diakoniekirche Luther wiedereingeweiht werden.


Betontour – 1 Frau und 3 Kirchen

Über sie wird in den letzten Jahren vielfach und konträr diskutiert: Die Betonkirchen der 1950er und 1960er Jahre prägen das Stadtbild mit einer ganz eigenen Architektursprache. Mannheim wurde nach dem Zweiten Weltkrieg ein überregional bedeutendes Zentrum des Sichtbeton-Kirchenbaus. Über die Ästhetik von gleich drei herausragenden Bauwerken informiert die Kunsthistorikerin Ursula Dann: Sie bietet Führungen an um 11 Uhr in der Trintatiskirche in der Innenstadt (G4), um 14 Uhr in der Versöhnungskirche in Rheinau (Schwabenheimer Str. 2-6) und um 16 Uhr in der Lukaskirche in Almenhof/Neckarau (Rottfeldstr. 16/18).

Bei der Führung in der berühmten, von Helmut Striffler entworfenen Trinitatiskirche sind auch dessen Sohn und Architekt Johannes Striffler sowie Daria Holme vom EinTanzHaus dabei. Die in Sichtbeton errichtete Kirche war seinerzeit ein kompromisslos moderner Bau und besticht durch die so unterschiedliche Wirkung von Innen und Außen. Die Führung hat einen anderen Themenschwerpunkt als die zeitgleiche Führung von Denkmalpflegerin Dr. Ute Fahrbach-Dreher.

Auch die Versöhnungskirche wurde nach Plänen von Helmut Striffler errichtet. Markant steht sie mit ihren schrägwinklig aufeinanderstoßenden Betonwänden am Rheinauer Marktplatz. Ihre Glasfenster entstanden in Chartres. Für den Innenraum hat die Mannheimer Künstlerin Bettina Mohr eine Installation geschaffen, die den Gekreuzigten des Bildhauers Hubertus von Pilgrim seit April 2018 in ein neues Licht rückt: Die „Christussonne“.

Was die Lukaskirche zu mehr als einem „Halleluja-Bunker“ macht, erfahren Interessierte um 16 Uhr. Der Bau entstand in Zusammenarbeit des Architekten Carlfried Mutschler mit dem Künstler Otto Herbert Hajek. Der Sakralraum aus Sichtbeton und Glas beeindruckt durch das Zusammenspiel von Oberflächengestaltung.


Weitere Kirchen mit besonderem Programm

In der 1911 eingeweihten Christuskirche (Werderplatz 15-17, Oststadt) findet um 11.30 Uhr eine Führung mit Kirchturmführung statt. Der Abend klingt hier um 18 Uhr mit einem Abendgottesdienst und Evensong aus.

In der Konkordienkirche (R2), die seit 2001 als CityKirche Konkordien für die Citykirchenarbeit steht, wird um 11 Uhr ein Gottesdienst gefeiert. Anschließend ist sie bis 14.30 Uhr geöffnet. Um 12.30 und um 14.30 Uhr finden Führungen mit Turmbesteigung statt.

Die Johannes-Calvin-Kirche in Friedrichsfeld (Wallonenstr. 18) lädt um 10 Uhr zu einer liturgischen Führung, die in und vor der Kirche, auf der Empore und dem Dachboden einlädt, mehr über Architektur, Geschichte der Kirche und das Gemeindeleben zu erfahren.

Die evangelische Kulturkirche Epiphanias in Feudenheim (Andreas-Hofer-Str. 37) lädt um 11 Uhr zum Gottesdienst mit Vernissage „Mannheimer Künstlernachlässe: Gabriele Dahms“ ein. Bei Bedarf finden bis 19 Uhr Führungen statt.

Traditionell sind Neugierige am „Denkmaltag“ auch in die katholische Jesuitenkirche eingeladen. Ort gibt es zwei Kirchenführungen: Um 14 Uhr geht es um „Die Architektur und Weltsicht des Barock“ und um 15 Uhr erfahren Besucher mehr über besondere Kunstschätze der Jesuitenkirche. Um 14.30 Uhr erklingt ein Orgelkonzert.

Zurück